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Crane Pharmacy (Apotheke)

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Crane Pharmacy (Apotheke)

Beitrag von Lumi-chan am So Jul 06, 2014 2:17 pm

Eine Apotheke in der Nähe der Allgemeinmedizinerin.
Sie wird Crane Pharmacy genannt und man kann hier jegliche Arten von Medikamenten bekommen, wenn man nur ein Rezept dafür vorzuweisen hat.
Niemand will  den launischen Apotheker Mr. Mayers zwischen 8 am und 3 pm an der Theke erwischen, wenn Er nicht gerade zu dieser Zeit in die Apotheke muss. Seine nette Frau jedoch wird sehr gern zwischen 3 pm und 8 pm besucht.
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Re: Crane Pharmacy (Apotheke)

Beitrag von Lumi-chan am So Apr 19, 2015 4:58 pm

Emily Mayers
<-----Starbucks City
Durch die vielen Informationen war mir die Konzentration ganz schön abhanden gekommen, sodass ich mehrmals gegen Fremde gelaufen war und vor mich hingeflucht hatte. Ich ging die Stufen zur Apotheke meines Onkels und meiner Tante hinauf, die irgendwie mitten in Islington war. Bis auf den Weg zur Bahn kannte ich mich hier nicht so gut aus. Vielleicht noch der Weg zum Krankenhaus aber ansonsten waren meine Umgebungskenntnisse nicht so berauschend. Die Automatiktür öffnete sich mit einem Surren und ich stieg die letzte Stufe hinauf, an der ich, wie zu erwarten war mit meiner Fußspitze hängenblieb. Wie in Zeitlupe kam es mir vor, dass ich nach vorn kippte und mich mit einem gescheiterten Griff nach einer Möglichkeit zum Festhalten auf den Boden verabschiedete. Die Kunden meines Onkels drehten sich schockiert um, als sie mein ersticktes Quieken hörten und sahen dabei zu wie meine Zopfsträhnen noch durch die Luft wirbelten. Meine Güte....DAS war mehr als nur peinlich. Und die Apotheke war mehr als nur voll. "Ich bin wieder da Onkel George" nuschelte ich, während mein Gesicht den Teppichboden knutschte, der vom Eingang bis hin zur Theke führte. Jetzt tat mir meine Nase furchtbar weh und beim Aufrappeln bemerkte ich, dass ich mir das Knie am Teppich aufgerieben hatte. Ich stand auf, kratzte mich am Hinterkopf und lächelte " Mir gehts gut, wirklich, hehe". Im Hinterkopf war mir dabei gar nicht mal so zum Lachen zumute, bei den ganzen Gedankengängen, die mir durch den Kopf wirbelten. Mein Onkel war zu mir gekommen und hatte mir hochhelfen wollen, was er sich nun getrost sparen konnte. Er rief nach meiner Tante Mary und sagte ihr, sie solle sich um mein Knie kümmern und nach meiner Nase sehen. Ich fand das ziemlich unnötig, schließlich war ich 16 Jahre alt, kein kleines Kind mehr und konnte mich selbst versorgen. Jedenfalls am Knie, bei der Nase musste ich nicht versorgt werden, dachte ich zumindest. Fünf Minuten später saß ich im Badezimmer in der Wohnung auf dem Klodeckel und Blut lief aus meiner Nase, ich hatte sie echt so unglücklich getroffen, dass eine Ader aufgeplatzt war.
Mary kniete derweil vor mir und reinigte mit einem Wattestäbchen(Ja einem WATTESTÄBCHEN) die wunde Stelle von den Teppichfusseln. Ich drückte mir ein Taschentuch auf die Nase um, wenigstens ansatzweise das Blut aufzuhalten. Ich hatte keine große Lust, noch lange hier sitzen zu bleiben und grummelte:"Kann ich das nicht selber machen? Ich bin doch schon groß! In ein einhalb Jahren werd ich 18!"
Sie schüttelte mit dem Kopf. Mein Blick huschte von der Toilettenpapierhalterpuppe mit einem gestrickten rosanen Kleidchen über den Spiegel, Richtung Duschkabine, die man, wie bei eigentlich jeder Dusche, mit einem Vorhang zuziehen konnte. Eine Badewanne hatten wir nicht.
Als Mary nach einer gefühlten Ewigkeit endlich fertig war und auch das Nasenbluten sich gelegt hatte, brachte ich meine Tasche in mein provisorisches Zimmer, was früher mal als Gästezimmer fungiert hatte, und ging dann wieder hinunter in den Laden. "Soll ich dir helfen George?", fragte ich meinen viel beschäftigten Onkel. Der Laden war voll und er allein, warum musste er auch zu stur sein, um eine Stelle als Aushilfe auszuhängen, alter Sturkopf!
Er nickte, so dass ich mir Marys Kittel hinten aus dem Lager klaute und überstriff, dann stellte ich mich an den zweiten Schalter der Theke und handelte nach und nach die Kunden ab.
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Re: Crane Pharmacy (Apotheke)

Beitrag von Gast am Mo Jun 01, 2015 8:35 pm

<---- Mayfair/The Well Walk

Ich stieg die Stufen zur Tür hinauf, welche sich automatisch öffnete, als ich die Apotheke erreichte. Meine Wut war wieder verschwunden und lässig lief ich über den Teppich, der vom Eingang bis zur Theke führte. Die Apotheke war recht voll und ich reihte mich in der zweiten Schlange vor der Theke ein. Es ging leider langsam voran und ich beobachtete die Leute um mich herum. Sie alle verhielten sich normal, sodass ich nicht glaubte, dass irgendwelche Hunter oder Begabte im Allgemeinen hier waren. Während ich wartete, nahmen die Kopfschmerzen zu und ich verzog mein Gesicht etwas, während ich mir die Schläfen massierte. Es half so gut wie nichts und ich seufzte leise.
Als ich endlich dran war, beugte ich mich über den Thresen zu dem Mädchen, vielleicht etwas zu sehr. Sie kam mir bekannt vor, wo ich sie allerdings gesehen hatte, wusste ich nicht. Meine dunkelgrauen Augen musterten sie ungeniert und ich stellte fest, dass sie auf jeden Fall jünger war als ich. Ihre Haare sahen etwas unordentlich aus und ich entdeckte etwas Blut unter ihrem rechten Nasenflügel. Wahrscheinlich war sie hingefallen, denn meiner Meinung nach sah sie nicht so aus, als würde sie in einen Streit geraten. Als mir auffiel, dass ich sie immer noch ansah, nichts gesagt hatte und mich immer noch so zu ihr gebeugt hatte, räusperte ich mich. "Ich brauche etwas gegen Kopfschmerzen...", sagte ich leise und hoffte, dass ich dafür kein Rezept brauchte. Ansonsten würde ich mir wohl eine Lüge ausdenken müssen oder sonst etwas.

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Re: Crane Pharmacy (Apotheke)

Beitrag von Lumi-chan am Sa Jun 06, 2015 8:47 pm

Emily Mayers
Ich hatte mich in Gedanken verirrt, da ich nicht mehr wirklich überlegen musste, wo ich welches Medikament fand und welches ich für welche Beschwerden herausgeben musste. Meine Traumwelt war rosarot und ich lief immer hin und her um die Kunden zu versorgen, die hier in der Gestalt von Tieren herumliefen. Ich fand nichts ungewöhnliches, bis letztlich ein Huhn mit grellen pinken Federn vor mir stand und mir eine alles entscheidende Frage stellte. Es fragte mich "Was kam zuerst, Huhn oder Ei?". Sein Blick war todernst und es sah aus als würde es mich zerpicken, wenn ich eine falsche Antwort geben sollte. Ich stotterte etwas von keine Ahnung und von einer Mikrobe unter dem Teleskop, stand währenddessen aber wie angewurzelt da rum. Kurz darauf spürte ich warmen Atem im Gesicht, was mich aus meinen Tagträumen riss. Ich schüttelte kurz den Kopf und klatschte mir leicht auf die Wangen. Ein schwarzhaariger junger Mann stand vor mir und hatte den Kopf über den Tresen zu mir rübergestreckt. "Erm.....", rutschte es mir leicht perplex raus, einerseits wegen dieser Nähe, andererseits weil mich soeben jemand beim Tagträumen erwischt hatte. Er kam mir irgendwoher bekannt vor, ich hatte ihn heute schon mal irgendwo gesehen, jedoch wo?
Auf die Schnelle wollte und wollte mir das einfach nicht einfallen, weshalb ich mit dem kuli auf dem Tresen irgendwo auf einen block kritzelte ohne hinzusehen. Irgendeine bestimmte Form hatte ich auch nicht vor Augen. Es dauerte einen Moment bis ich meinen Körper aus der restlichen Starre wecken konnte. In dem Moment zog auch der junge Mann seinen Schwarzen Schopf zurück, sah zur Seite und bat mich um Kopfschmerztabletten. Ich hatte eigentlich fragen wollen, wie ich ihm helfen konnte, aber das hatte sich dann ja wohl erübrigt. Ich nickte freundlich und verschwand kurz im hinteren Teil der Apotheke um etwas gegen seine Kopfschmerzen zu holen. Ich sah auf die Karten der Schubladen und fand dort, wo sich sonst Kopfschmerzmittel befanden nur Schnellwirkenden Gele oder Cremes. Ich legte den Kopf seufzend in den Nacken. George hatte wohl umgeräumt. "Tante Mary?! Ihr habt umgeräumt, wo kann ich Kopfschmerztabletten finden?", rief ich zu meiner Tante hoch in die Wohnung als ich die Treppe halb hinaufgegangen war. "Rechtes Regal, zweite Spalte auf Höhe des Globus, Emily!", bekam ich von ihr zur Antwort. Im Laden konnte man unsere Gespräche nicht hören, aufgrund der üblichen Raunerei der Kunden. Ich ging zu den Regalen zurück und suchte kurz den Globus, der oben auf einem Regal draufstand. Ganz toll, dachte ich mir, Jetzt muss ich auch noch dieses blöde Regal hochklettern....
Ich sah kurz in den Laden, wo keiner nach hinten meine Ecke zu schauen schien und hob etwas vom Boden ab um auf dem Regal nach den Tabletten zu tasten. Ich stieß dabei an den Globus und sah im Augenwinkel, wie er vom Regal zu fallen schien. Meine Hand bewegte sich rüber um die Kugel festzuhalten und wieder raufzuschieben. Einen kleinen Sog spürte ich an den Fingerspitzen, die die raue Oberfläche des Globus berührten. Kurz darauf fühlte sich mein Körper unheimlich schwer an, was mir die Konzentration nahm und mich wieder auf den Boden zurückversetzte. Glücklicherweise nicht in einer Bodenumarmenden Position sondern einer passenderen Stehenden. Ich grummelte leicht verärgert vor mich hin, als ein weiterer Schwebe oder Flugversuch scheiterte und ich mir doch die kleine Trittleiter aus der Nische ziehen musste. Nach gefühlten Stunden hielt ich dann endlich diese Verpackung in der Hand und legte sie vorn vor dem Schwarzhaarigen auf den Tresen. "Hier, sie sind schnell und wirksam. "
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Re: Crane Pharmacy (Apotheke)

Beitrag von Gast am Mo Jun 29, 2015 5:26 pm

Das Mädchen vor mir schien wohl in einem Tagtraum versunken zu sein und ich hatte wohl die Ehre, sie aus diesem zu reißen. Es dauerte einen Moment, bis sie wieder in der Realität ankam und das, obwohl sie sich zuvor leicht auf die Wange hatte schlagen  müssen.
Ich musterte sie noch immer, während sie mit der Situation wohl noch immer etwas überfordert war. Ich war schon versucht zu fragen, ob alles in Ordnung mit ihr war. Jedoch tat ich es dann doch nicht und ließ meine Augen stattdessen zu dem Notizblock auf dem Tresen gleiten, welchen sie ohne hinzusehen bekritzelte. Als ich ihr dann mitteilte, dass ich etwas gegen Kopfschmerzen bräuchte, löste sie sich endlich aus ihrer Starre, nickte freundlich und verschwand im hinteren Teil der Apotheke. Ich zog währenddessen den Notizblock auf meine Seite und begutachtete ihr 'Kunstwerk' mit einem schiefen Grinsen auf den Lippen. Leider ergaben die Zeichen auf dem Papier keinen Sinnen. Denn oftmals konnte man gedankenverloren einige Informationen über sich selbst Preis geben, ohne es zu bemerken. Schon oft hatte ich aus solchen unsinnigen Strichen etwas erkannt, was man auf den ersten Blick nicht sah.
Nach einer Weile tauchte das Mädchen dann hinter dem Tresen wieder auf und legte eine Verpackung vor mir auf den Tresen. "Danke", sagte ich und schob den Notizblock wieder zu ihr herüber. Meine Augen lagen wieder auf ihr und ich legte leicht den Kopf schief. "Sag mal, kennen wir uns?", fragte ich dann unvermittelt, bevor ich nach der Verpackung griff, bevor sie sie mir wieder wegnehmen konnte. "Das macht dann?", fragte ich nach dem Preis und griff mit der anderen freien Hand in meine Hosentasche und beförderte einen Geldbeutel zutage.

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Re: Crane Pharmacy (Apotheke)

Beitrag von Lumi-chan am So Jul 05, 2015 8:50 pm

Emily Mayers
Ich bemerkte, wie er langsam meinen Notizblock wieder auf meine Seite des Tresens zurück schob. Mein Blick glitt auf den Notizblock und dann leicht skeptisch zu dem schwarzhaarigen vor dem in weiß gehaltenen Apothekentresen. Ich legte ebenfalls den Kopf leicht schief, aber eher misstrauisch statt neugierig. Warum hatte er sich meinen Notizblock angesehen, was für Dinge hatte er sich wohl damit erhofft? Naja, wie auch immer. Das Grübeln passte nicht zu mir, deshalb schüttelte ich wieder kurz den Kopf und ein Lächeln legte sich auf meine Lippen. Im Hintergrund konnte ich sehen, wie George kurz zur Automatiktür hinüberging. Er schaltete den Öffnungsmechanismus ab, sodass sich die Tür von außen nur noch per zugehörigem Schlüssel öffnen ließ und nicht mehr per Bewegungsmelder. Von Innen konnte man die Apotheke jedoch weiterhin verlassen.
Die Tatsache, dass George die Tür verschlossen hatte, gab mir den Anhaltspunkt dass es etwa 20 Uhr sein musste, da die Apotheke um diese Uhrzeit immer schloss. Ich seufzte leicht, da es heute wirklich sehr voll gewesen war und ich nun unseren letzten Kunden bedienen musste, während mein Onkel sich schon ans Einsortieren der Lieferungen ins Lager machte. Ich war mit ihm allein in dem großen hellen Raum der Apotheke. Ich betrachtete ihn noch einmal von oben bis dahin, wo ich ihn über dem Tresen sehen konnte und auf meinen Spickzettel mit den Preisen, der unter der weißen Tischplatte hing. Ich nannte dem jungen Mann den Preis und dachte dann etwas darüber nach, was er mich soeben gefragt hatte. Ob wir uns irgendwoher kannten? Hm....auf Anhieb fiel mir nicht ein, dass ich ihn kennengelernt hatte, aber nach einem Moment denken, fiel mir dann doch eine Ähnlichkeit auf, zu dem Mann, der Abby und mir noch vor ein paar Stunden im Starbucks unsere Getränke bereitet hatte. Ich sprach ihn darauuf an, schließlich hatte er mich gefragt, nicht andersherum. "Arbeiten Sie nicht im Starbucks in der Innenstadt?", fragte ich deshalb freundlich und riss das bekritzelte Papier von meinem Notizblock um es sogleich in den Mülleimer zu verfrachten. Die Kringel und Striche darauf würden Tante Mary und Onkel George nur böse machen, wenn sie sahen, wie ich deren Apothekenpapier verschwendete. Ich hoffte, dass sie es nicht bemerkten, was aber fast unausweichlich war, da der Druck des Kugelschreibers Kerben in das untere Blatt gedrückt hatten. Ich striff auch schon Marys Kittel ab um ihn dann an den Haken zu hängen, er war einfach unbequem und verdammt ätzend.
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Re: Crane Pharmacy (Apotheke)

Beitrag von Gast am Mo Jul 06, 2015 4:18 pm

Ich sah die Skepsis in ihren Augen, als ich den Notizblock, welchen ich mir einfach so genommen hatte, wieder zu ihr zurückschob. Wahrscheinlich war mein Verhalten alles andere als üblich. Ich schenke ihr ein für mich typisch schiefes Grinsen, als sie mich eher misstrauisch statt neugierig musterte. Anscheinend schien sie zu dem Entschluss zu kommen, dass es sich nicht lohnte, wegen mir oder meinem Handeln länger in der Gedankenwelt zu versinken, denn sie schüttelte kurz darauf den Kopf und schenkte mir wieder ein Lächeln.
Auch mir entging nicht, wie der Mann die Automatiktür schloss und deren Öffnungsmechanismus ausschaltete und mir wurde bewusst, dass die Apotheke gleich schließen würde. Als ich meinen Blick wieder zu dem Mädchen wandte, bemerkte ich dabei, wie sie mich ein weiteres Mal musterte. Um von mir und meinem Aussehen abzulenken, fragte ich sie woher wir uns kannten und nach dem Preis der Kopfschmerztabletten. Den Preis nannte sie mir dann auch gleich und ich schob ihr das Geld über dem Tresen zu. Über meine erste Frage, musste sie wohl selbst nachdenken. Als sie mir dann aber eine Gegenfrage stellte, lachte ich leise. "Hm...doch. Dort arbeite ich. Dann musst du mir wohl dort aufgefallen sein...", sagte ich leise, zog aber meine Augenbrauen zusammen, während ich den Geldbeutel wieder zurück in die Hosentasche steckte. Es war seltsam – wieso sollte ich mir auch ihr Gesicht so eingeprägt haben? Ich schüttelte selbst den Kopf und der nachdenkliche Ausdruck verschwand von meinem Gesicht. Auf meinen Lippen tauchte dann wieder ein kleines Lächeln auf, während ich noch immer keine Anstalten machte, die Apotheke zu verlassen. Stattdessen sah ich ihr dabei zu, wie sie das erste Papier vom Notizblock riss und es in den Mülleimer warf und sich dann den weißen Mantel auszog. "Ich arbeite nicht nur dort, sondern auch im Crying Blood", sagte ich dann unvermittelt und überraschte mich selbst mit diesen Worten. "Wenn du willst, kannst du heute Abend ja mit deinen Freunden vorbei kommen. Die erste Runde würde auf mich gehen", unterbreitete ich ihr mein Angebot mit einem frechen Augenzwinkern, bevor ich kurz die Hand hob und dann den Laden verließ.

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Re: Crane Pharmacy (Apotheke)

Beitrag von Lumi-chan am Di Jul 14, 2015 7:40 pm

Emily Mayers
Es war durchaus ungewöhnlich, dass sich ein Kunde so für den Notizblock interessierte, dass er diesen zu sich zog. Ein Funken Misstrauen war in mir gewachsen, gerade weil er direkt gefragt hatte, ob wir uns irgendwoher kennen würden. Sein schiefes Lächeln beäugte ich anfangs leicht verunsichert, da es den jungen Mann sympathischer wirken ließ aals es vorher der Fall war.
Ich hatte ihm nun ein freundliches Lächeln geschenkt, wie es sich für eine "Kauffrau" auch gehörte.
Als George fertig mit dem Verriegeln der Automatiktür war und wiederr hinter den Tresen kam, drückte er mich kurz und sagte zu mir, ich solle den Kunden noch fertig bedienen und mir dann einen schönen Abend machen. Ich sah schmunzelnd zu ihm auf und nickte freudig. Dann ließ er mich aauch schon wieder los, sodass ich ihm kurz darauf mit dem Blick ins Lager folgte.
Mein Blick glitt wieder zurück zu dem Typ ausm Starbucks, den ich erneut gemustert hatte. Er schien wohl meine Gedanken zu erraten und wollte von sich ablenken, indem er mich nach dem Preis der Tabletten fragte. Kaum hatte ich ihm geantwortet, schob er mir schon die Münzen über den Tresen. Über seine erste Frage hatte ich eine Weile nachgedacht und so noch nicht mit dem nachzählen begonnen. Auf meine Gegenfrage antwortete er damit, dass ich ihm im Starbucks aufgefallen sein musste. Warum gerade ich ihm in Erinnerung geblieben war, konnte ich mir selbst nicht erklären, schließlich hatte er mindestens genauso viele Kunden wie ich eben in der Apotheke gehabt habe. An seinem nachdenklichen Gesichtsausdruck konnte ich erkennen, dass er sich genau die selbe Frage stellte wie ich, jedoch verschwand der Ausdruck nach einem kleinen Moment auch gleich wieder und er lächelte wieder leicht. Ich dachte, ich wäre nun fertig und zählte endlich das Geld nach, um es in die Kasse hineinzutun. Danach streckte ich mich, atmete tief durch und hängte meinen Mantel schon mal beiseite, was sicher verdammt unfreundlich wirken musste, da er keine Anstalten machte, die Apotheke zu verlassen.
Er meinte, er würde auch im Crying Blood arbeiten und ich könne heute Abend mir Freunden vorbeikommen, die erste Runde ginge auf ihn. Dann wandte er sich mit einem kecken Augenzwinkern und einem Handheben zum Gehen.
"Eh...warte mal", sagte ich schnell und trat hinter dem Tresen hervor, "was ist das 'Crying Blood' und wo? Ich wohne noch nicht allzu lange hier ......und London ist verdammt groß!"
Ich war ihm hinaus vor die Apotheke gefolgt, wobei mir erst als sich die Automatiktür geschlossen hatte auffiel, dass ich nicht mehr reinkam. Der Schlüssel zur Apotheke war im Mantel und mein Handy war genauso wie mein Schlüsseelbund oben in der Wohnung, damit war ich aufgeschmissen. 'Verdammt', dachte ich dann und sah hoch zu den Fenstern.
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Re: Crane Pharmacy (Apotheke)

Beitrag von Gast am Mi Jul 15, 2015 6:52 pm

Das Mädchen war mir hinaus vor die Apotheke gefolgt und fragte, was das 'Crying Blood' sei und wo es wäre. Sie erzählte mir, dass sie noch nicht allzu lange hier wohne und das London verdammt groß sei. Ich drehte mich zu ihr um und meine Lippen verzogen sich wieder zu dem typisch schiefen Grinsen. "Das 'Crying Blood' ist eine Bar in der Innenstadt. Du hast tatsächlich noch nicht davon gehört? Eigentlich kennt es jeder - es ist ein beliebter Ort", antwortete ich ihr und ließ meinen Blick über sie wandern. "Ich weiß ja nicht, wie alt du bist, wenn du aber sagst, dass du ein Freund von mir bist, lassen sie dich ohnehin rein", ich sah ihr wieder in die Augen. "Ich heiße Colin." Dass sie sich selbst ausgesperrt hatte und nicht wieder in die Apotheke hinein konnte, fiel mir selbst natürlich nicht auf. Schließlich trug normalerweise jeder seinen Haustürschlüssel bei sich oder sein Handy, um Mitbewohner anzurufen. "Du solltest aber nicht alleine kommen. Ich werde nicht ständig ein Auge auf dich haben können, schließlich arbeite ich dort", fügte ich dann noch hinzu und zuckte dann mit den Schultern. "Du kannst es dir ja überlegen." Ich zwinkerte ihr ein weiteres Mal zu, bevor ich mich umdrehte und die Straße entlang lief. "Dann vielleicht bis heute Abend...", verabschiedete ich mich von ihr und machte mich auf den Weg nach Hause. Schließlich war es bald Zeit, in der Bar aufzutauchen. Und am besten hatte ich vorher geduscht und mir frische Sachen angezogen.

>>>> Wohnungen und Häuser/Islington/Colins Wohnung

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Re: Crane Pharmacy (Apotheke)

Beitrag von Lumi-chan am Di Aug 04, 2015 9:18 am

Emily Mayers
"Nein ich kannte es nicht" bekräftigte ich meine vorherige Aussage und sah in sein Gesicht. es lag wieder ein schiefes Lächeln auf seinen Lippen, was ich nicht deuten konnte. Er sagte er wisse nicht wie alt ich sei, schließlich durfte ich mit 16 ja eigentlich noch nicht in eine Bar. Er musterte mich von Kopf bis Fuß, sodass mir ein Schauder über den Rücken lief. Nach einem kurzen 'Check' sah er wieder zu meinen Augen und sprach weiter. Ob ich wirklich heute Abend hingehen sollte? Demzufolge, was er sagte, würde ich problemlos eingelassen werden, wenn ich nur sagte er sei ein Freund von mir. Colin, wie er sich vorgestellt hatte sah mich nochmal an, bevor er sich zum Gehen wandte. Ich wollte nicht dass er ging, ich kam doch nicht wieder in die Apotheke! Ich hätte vielleicht von seinem Handy anrufen können, doch dafür war es nun leider zu spät. Denn, nachdem er mich darauf Aufmerksam gemacht hatte, nicht allein zu kommen, hatte er sich schon mit einem Zwinkern umgedreht und war die Straße entlang verschwunden.
Ein Seufzen."Und was mache ich jetzt?", redete ich mit mir selbst. Ich dachte nochmal nach und hoffte darauf, dass mir noch etwas hilfreiches einfallen würde. Meine Idee mit dem Wild-An-Der-Automatiktür-Klopfen war wohl eine schlechte, ich ging nicht davon aus, dass Mary und George noch unten waren, mit Sicherheit waren sie oben und bereiteten das Abendessen vor. Erst nach einer ganzen Weile kam mir eine ganz andere Idee, ich könnte doch wirklich zum Crying Blood gehen! Und dort Colin fragen, ob ich das Bartelefon oder sein Handy kurz benutzen konnte, das war doch mal ne gute Idee......oder doch nicht, denn ich musste mich zur Bar durchfragen und hatte keinen blassen schimmer, wie lange ich dorthin oder zurück brauchte. Abholen kam natürlich nicht in Frage!
Ich vergrub meine Hände in den Rocktaschen, vielleicht hatte ich ja doch noch etwas Hilfreiches dabei. Was ich fand, war eine Büroklammer, woher auch immer die kam, und ein Zettel mit einer Nummer. Diesen Zettel hatte ich von Abby bekommen. Ich könnte sie ja vielleicht aus dem Crying Blood anrufen, dass sie vielleicht später nochmal mit zu mir kam! Das war eine gute Idee! So würde ich es machen!
Mein Entschluss stand fest, so begann ich, mich zur Innenstadt zu begeben und mich dann dort zur Bar durchzufragen.
----------> London Innenstadt, Crying Blood
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